Eine Frage der Strümpfe und der Stücke
Das Trio Honey Pie zeigt sich nach zehn Jahren Pause im Theaterhaus
(...) Wie auch immer das damals war und was auch in der Zwischenzeit geschehen sein mag - Anette Heiter arbeitet als Richterin in Stuttgart, und Susanne Schempp hat eine Gesangsschule gegründet (...). Nun sind sie nach zehn Jahren Pause wieder da, und das zu dritt. Über die Neue könnte man sagen: War die nicht mal bei Salt Peanuts? Ja. Dorothee Götz heißt die Jüngste mit der höchsten Stimme, die sie bei ihrer Nummer "Spain" erfolgreich zur Schau stellen kann, denn Chick Corea ist nicht leicht zu interpretieren. (...)
Die komödiantischen Einlagen und Ansagen wiederum können sich hören lassen - und das müssen sie auch. Denn das Wiedervereinigungskonzert vor vierhundert begeisterten Zuhörern im Theaterhaus wurde mitgeschnitten. Vielleicht ist das Werk bis zum nächsten Auftritt am 21. November im Renitenz-Theater schon gepresset. Ohne die Bilder von der Bühne vor Augen kann man sich zwar das, was Pianisten über Sängerinnen generell sagen sollen, nur denken: dass ihnen die Farbe der Strümpfe wichtiger ist als die Tonart der Stücke. Dafür ließe sich auf der CD noch einmal in Ruhe verifizieren, dass Honey Pie sich zwar nicht neu erfunden haben, aber vielleicht besser sind denn je.
(Stuttgarter Zeitung, Oktober 2010)
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